Archive der Natur + Ränder

Die Zeitschrift „Trajekte“ hat ein neues Heft mit dem Titel „Archive der Natur“ herausgebracht. Inhaltsverzeichnis und Editorial kann man hier nachlesen.

Thematisch damit verbunden ist auch die Jahrestagung des ZfL, die vom 7. bis zum 9. November unter der Überschrift „An den Rändern der Archive“ in Kooperation mit der Stasi-Unterlagen-Behörde durchgeführt wird. Bei dieser geht es jedoch nicht so sehr um die Natur, sondern eher um geistes- und kulturwissenschaftliche Archive.

„Archive sind die Labore der Geistes- und Kulturwissenschaften. Sie sind nicht nur Speicher von Informationen, sondern auch Orte der Produktion und kulturellen Organisation von Wissen, an denen die materiellen Objekte – Aufzeichnungen, Bilder, Artefakte – mit ihrem je spezifischen Eigenleben wechselnde Sinnzuschreibungen erfahren und in Wahrheitspraktiken verwickelt werden. Die gegenwärtig zu beobachtende Dynamisierung und Pluralisierung des Archivbegriffs lenkt das Interesse auf die Ränder der Archive: Hier wird der Zu- oder Abgang zum Archiv geregelt, hier werden Objekte umgeordnet oder umformatiert, hier geht Privateigentum in Kulturerbe über, hier wird das Archivierte aber auch von Unlesbarkeit und Zerfall bedroht. Die Tagung fragt nach der epistemischen Bedeutung dieser Ränder für Theorie und Praxis einer historischen Kulturwissenschaft in der Gegenwart.“ (aus der Tagungsankündigung)

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