Neues aus Wissenschaftsblogs

Auf dem Scilogs-Portal sind in den letzten Tagen einige interessante Artikel erschienen, von denen ich hier meine subjektive Auswahl präsentiere:

  1. In Menschen Bilder – Philosophie, Hirnforschung und Ethik von Stephan Schleim: Gefährliche Gehirne – ein Phänomen des Zeitgeists
    „Sind strafrechtliche Schuld und Verantwortung ein Konstrukt zur Stabilisierung der Gesellschaft? Was verraten DNA-Tests und Gehirnscans über die Gefährlichkeit eines Menschen? Gibt es womöglich schon Versuche, präventive Programme zur verdachtsunabhängigen Kontrolle der Menschen zu entwickeln? Diese und weitere wissenschaftlich wie sozio-politisch wichtige Fragen diskutierten wir auf unserem Workshop über ‚gefährliche‘ Gehirne. …“
  2. In Die Sankoré Schriften – Die Welt ist voller Rätsel von Joe Dramiga: Was Sie schon immer über Studien wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Teil 1 Studiendesign
    „Es gibt vier Typen von Studien. Typ 1: Gut gemeint und gut gemacht, Typ 2: Gut gemeint und schlecht gemacht, Typ 3: Schlecht gemeint und schlecht gemacht, Typ 4: Schlecht gemeint und gut gemacht. Um festzustellen über welchen Studientyp Wissenschaftsblogger am häufigsten schreiben bedarf es einer Studie. Wie sollte solch eine Studie aufgebaut sein? Eine Antwort auf diese Frage gibt das Studiendesign und damit sind wir schon beim Thema. …“
  3. In Natur des Glaubens – Evolutionsgeschichte der Religion(en) von Michael Blume: Können Nichtglaubende Religion überhaupt verstehen? – Von Rudolf Otto bis Sacred Harp
    „Zu den schillerndsten Klassikern der Religionswissenschaft gehört Rudolf Otto (1869 – 1937), der derzeit auch international wiederentdeckt wird. Der promovierte, evangelische Theologe weitete den Blick über die europäisch-christlichen Traditionen hinaus und begründete die bis heute bestehende Religionskundliche Sammlung in Marburg. Und fern davon, nur ein weltfremder Theoretiker zu sein, engagierte er sich auch im Dialog der Religionen und in der Politik und wurde unter anderem 1913 zum Parlamentsabgeordneten in der Nationalliberalen und später der Deutschen Demokratischen Partei gewählt. Religionswissenschaftlich beschrieb Otto gemeinsame Erfahrungen religiöser Traditionen und bezeichnete diese religionsvergleichend als „das Heilige“ bzw. „das Numinose“. Doch er sorgte dabei bis heute mit einer starken Aussage für Furore: Wer selbst nie religiöse Erfahrungen gemacht habe, werde auch kaum in der Lage sein, Religion (wissenschaftlich) zu verstehen! …“
  4. In Die Natur der Naturwissenschaft – Ansichten eines Physikers von Josef Honerkamp: Was ist es denn nun wirklich?
    „Als ich neulich einem Bekannten erzählte, dass man heute das Licht einerseits als elektromagnetische Welle verstehe, andererseits aber auch als einen Strom von Lichtquanten, fragte er: „Und was ist es denn nun wirklich?“. Ich glaubte, eine leichte Verwunderung zu spüren – ob wir Physiker denn das nicht so genau wüssten. Die Frage danach, was „etwas“ denn nun „wirklich“ oder auch „eigentlich“ sei, ist sehr alt und man erwartet mit der Antwort darauf eine endgültige Aufklärung über das „etwas“. Wir haben uns diese Frage schon oft gestellt, wenn wir Täuschungen durch unsere Sinne oder durch andere Menschen erleben, und sind zufrieden, wenn wir „dahinter“ geschaut haben, wenn unsere Antwort dem gesunden Menschenverstand entspricht und wir uns sicher fühlen, dass sie allen diesbezüglichen Prüfungen stand halten würde. Es ist eine Frage aus unserer Lebenswelt, aus unserem Alltag. …“
  5. In Context – Wörter brauchen Gesellschaft von Dierk Haasis: Ausgesprochen Original
    „Es soll nicht wenige Menschen geben, die mit Shakespeare nichts anfangen können. So manch einer denkt an längst vergessenes Englisch, glaubt gar bei Old English[1] handele es sich um das, was der gute William nieder schrieb. Ist natürlich nicht so, er schrieb frühes modernes Englisch. Das sieht manchmal anders aus als heutiges modernes Englisch, und es klingt oft anders. …“

(Gefunden bei @scilogs auf Twitter)

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