Evaluation in Wissenschaft und Forschung

Wissenschaftliche Institutionen müssen sich heute relativ häufig diversen Bewertungen unterziehen. Inwieweit dieser Trend die Qualität der Einrichtungen verbessert oder aber vielleicht auch unerwünschte Nebenwirkungen erzeugt, ist derzeit Gegenstand vielfältiger Debatten.

Akademie Aktuell 2/2014 beleuchtet unterschiedliche Aspekte von Evaluationen im Wissenschaftssystem. Martin Hose wirft einen Blick in die Vergangenheit und beschreibt eine Evaluation, mit der sich der griechische Philosoph Platon im 4. Jahrhundert v. Chr. beschäftigte (S. 10). Jörg Hacker und Stefan Artmann zeigen, warum Evaluationen zu den großen wissenschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit gehören (S. 16). Eine „gute Praxis“ institutioneller Evaluationen im Wissenschaftssystem jenseits von Ritual und Standardprozedur fordert Andreas Stucke (S. 20). Den richtigen Zeitpunkt für eine gelungene Evaluation beschreibt Martin Lohse (S. 24). Akademiepräsident Karl-Heinz Hoffmann spricht im Interview über seine persönlichen Erfahrungen und über die Strukturevaluation der Akademie (S. 30). Werden die Schweine vom Wiegen fetter? Das fragt Jürgen Kaube und erklärt, wie sich das Publikationsverhalten von Wissenschaftlern durch Dauerevaluation verändert (S. 35). Neue Instrumente zur Messung exzellenter Forschungsleistungen stellt Lutz Bornmann vor (S. 38). Die Sicherung wissenschaftlicher Qualität im Akademienprogramm erläutern Günter Stock und Sebastian Zwies (S. 44).

Die vierteljährliche Zeitschrift „Akademie Aktuell“ wird herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Die Zeitschrift kann kostenfrei über die Pressestelle der Akademie bezogen werden. Die Online-Ausgabe finden Sie unter http://www.badw.de/aktuell/akademie_aktuell/2014/heft2

(via idw-online)

Veröffentlicht unter Uncategorized, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , ,

Wissenswertes zur Herausgeberschaft

Adrian Pohl schrieb in seinem Blog „Übertext“ einen längeren Beitrag über das Herausgeben eines Sammelbandes, der seine Erfahrungen und zahlreiche gute praktische Tipps enthält. Der Beitrag ist schon Anfang März erschienen, aber bei solchen Themen ist Aktualität ja nicht das Hauptkriterium.

Veröffentlicht unter Buchbranche, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , ,

Wissenschaftliches Filmportal

Die Technische Informationsbibliothek in Hannover hat ein neuartiges Filmportal für wissenschaftliche Filme aus Technik und Naturwissenschaften an den Start gebracht. Ab sofort stehen unter http://av.getinfo.de qualitätsgeprüfte wissenschaftliche Filme aus Technik, Architektur, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik zur Verfügung.

„Die automatische, inhaltsbasierte Erschließung der einzelnen Videos auf Segmentebene erlaubt eine zielgenaue, inhaltsbasierte Recherche: Ein visuelles Inhaltsverzeichnis gibt einen schnellen Überblick über den Inhalt des Films und bietet einen segmentgenauen Zugriff auf einzelne Filmsequenzen. Im Video gesprochene und geschriebene Sprache (z.B. Sprechertexte, Vortragsfolien oder Logos) wird automatisch erfasst und kann gezielt durchsucht werden. Anhand der vorhandenen visuellen Merkmale – wie der Farbverteilung – wird jedes Video automatisch einem Genre zugeordnet (z.B. Interview, Vorlesungsaufzeichnung oder Experiment). Durch Anreicherung der Daten mit semantischen Informationen aus der Videoanalyse kann explorativ im Bestand navigiert werden, so dass Verbindungen zwischen verschiedenen AV-Medien erkennbar sind und nach Synonymen, Ober- und Unterbegriffen gesucht werden kann. […]

Außerdem werden die wissenschaftlichen Filme über das TIB-Portal GetInfo mit weiteren Informationen wie digitalen Volltexten und Forschungsdaten verknüpft, wodurch der Suchraum deutlich vergrößert wird. Jedes Videosegment erhält zudem einen Digital Object Identifier, kurz DOI, worüber es eindeutig und dauerhaft zitierbar ist. Damit lassen sich die Videosequenzen so einfach zitieren wie Texte.

Die Nutzer des AV-Portals profitieren unter anderem von der innovativen Suche, der Möglichkeit des segmentgenauen Zugriffs und Zitierens, den Download-, Lizenzierungs- und Bestellmöglichkeiten der Filme sowie der medienübergreifenden Suche.“

(zitiert aus dem Informationsdienst Wissenschaft – dort und auf dem Portal gibt es auch weitere Informationen)

Veröffentlicht unter Film und Fernsehen, Internet, Wissenschaft

Periodic Table of Storytelling

Sehr sehenswert, vielleicht auch schon lääängst von allen (außer mir) gesehen: The Periodic Table of Storytelling. Dieses Periodensystem der Elemente des Erzählens liefert eine eindrucksvolle graphische Übersicht strukturbildender Elemente, Charaktere, Plots und allerhand sonstiger Einflussfaktoren für jegliche Art von Erzählung inclusive Film- oder Spielhandlung und liefert neben kurzen Definitionen auch zum Teil äußerst umfangreiche Listen von Beispielen für das jeweilige Element. Man sollte allerdings unter den Beispielen nicht die kompletten klassischen Bildungsstücke erwarten; die meisten Beispiele, aber nicht alle, sind eher jüngeren Datums, eher popkulturell und auf jeden Fall überwiegend englischsprachigen Ursprungs.

Zur Illustration verlinke ich hier einmal die Seite zum Element „Ob“ – Obstructive Bureaucrat, der unter den Schurkenrollen geführt wird und den Literaturteil von „Ih“ – Idiot Hero. Am besten ist es aber, selbst auf dem Periodensystem herumzustöbern.

(Gefunden bei Open Culture via Twitter)

Veröffentlicht unter Film und Fernsehen, Kultur, Literatur | Verschlagwortet mit , ,

Literaturlandkarten der Schweiz

Sehr schönes und gut gemachtes Projekt von Barbara Piatti (Literaturwissenschaftlerin aus Basel) und Anne-Kathrin Weber (Kartografin aus Zürich) Literaturlandkarten der Schweiz: Streifzüge durch das Land der Dichtung. In der Hauptsache wird dabei die deutsche Literatur berücksichtigt, aber es finden auch französische, italienische und rätoromanische Texte Erwähnung.

Neben einer Übersichtskarte mit den Autoren, markiert nach ihrer Herkunft, gibt es verschiedene Themenkarten: Liebesszenen, Todesorte, Gedankenreisen, Zukunftswelten und Ortsnamenspiele. Große Empfehlung!

Verwiesen wird in der Projektbeschreibung auch auf den literarischen Atlas Europas, der ebenfalls einen Klick lohnt.

(Gefunden dank Volker Michel, der anlässlich seines Artikels über das Blog „Veni, vidi, ludique“ zur Kulturgeschichte des Spielens auf den gehaltvollen Newsletter arbido.ch verwies.)

Veröffentlicht unter Literatur | Verschlagwortet mit , ,

Elsevier zu teuer

„Teurer als die Wissenschaft erlaubt“ – unter dieser Überschrift meldet die Universität Konstanz, dass sie aufgrund der erheblichen Verteuerung der Leistungen die Lizenzverhandlungen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier abgebrochen hat.

„Elsevier war bereits 2012 wegen seiner aggressiven Preispolitik in die Schlagzeilen geraten, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international im Rahmen der Initiative „The Cost of Knowledge“ zu einem Boykott dieses Verlages aufgerufen hatten.“

Mehr zu den Gründen und Einzelheiten in der Pressemitteilung der Universität Konstanz.

(Gefunden im Informationsdienst Wissenschaft)

Veröffentlicht unter Bibliothek, Wissenschaft, Zeitschriften | Verschlagwortet mit

Zukunft wissenschaftlichen Publizierens

Online Konsultation ›Zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationssystems‹
Gisela Lerch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Veröffentlichung und Rezeption wissenschaftlicher Publikationen sind enormen Veränderungen unterworfen. Welche Art von Publikationssystem brauchen wir? Eine Arbeitsgruppe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) möchte die Stimme der Wissenschaft stärken und erarbeitet Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung des Publikationssystems.

Alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind herzlich zum Mitmachen eingeladen: Auf einer Online-Plattform haben sie zwischen dem 18.03.2014 und dem 17.04.2014 die Möglichkeit, auf die Empfehlungen Einfluss zu nehmen. Zum einen werden dort Kriterien für ein gutes wissenschaftliches Publikationssystem zur Diskussion gestellt. Zum anderen haben Sie die Gelegenheit, auf konkrete, sich in Ihrem Fach und darüber hinaus stellende Problemlagen hinzuweisen und die Beiträge anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren und zu bewerten. Die Online-Konsultation ist zu erreichen unter: http://www.publikationssystem.de.

Wesentliche Entwicklungen des Publikationssystems sind derzeit: Die digitale Publikation, Open Access, die immer noch marktbeherrschende Position großer Wissenschaftsverlage und die zunehmende Bedeutung von Leistungsmessungen auf der Grundlage von Zitationen und neuerdings auch Clicks und Downloads.

Die Online-Konsultation greift diese Themen auf und möchte die Stimme und den Einfluss der Wissenschaft stärken. Sie zielt darauf, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Anforderungen an das Publikationssystem in den verschiedenen Bereichen der Wissenschaft abzubilden. Damit dies gelingt, kommt es auf eine möglichst breite Beteiligung an. Weitere Informationen:

http://www.publikationssystem.de

http://www.bbaw.de

(Aus idw-online übernommen)

Veröffentlicht unter Wissenschaft | Verschlagwortet mit , , ,

Daten – Denken – FAZ

Ben Kaden schrieb im Weblog LIBREAS. Library Ideas einen ausführlichen Kommentar zum von Hans-Ulrich Gumbrecht verfassten Start einer Feuilleton-Serie zur Zukunft des Geistes und der Geisteswissenschaften unter dem Einfluss der Digitalisierung: „Am Impuls der Zeit? Hans-Ulrich Gumbrecht ringt in der FAZ um ein Verständnis der digitalisierten Gegenwart“.

Veröffentlicht unter Digitalisiert, Wissenschaft

50 Jahre Wagenbach

Seit 50 Jahren gibt es den Wagenbach-Verlag. Dazu gab gestern im RBB-Fernsehen den Film Über Leben mit Büchern über den Gründer Klaus Wagenbach und die Geschichte des Verlages zu sehen, den man noch einige Tage in der Mediathek ansehen kann.

Veröffentlicht unter Berlin, Buchbranche | Verschlagwortet mit ,

Berliner E-Buch-Messe

Am Samstag, dem 21. Juni 2014 findet in den Räumen des ‚Supermarkt‘, Brunnenstr. 64, 13355 Berlin, die Electric Book Fair statt. Es ist die erste E-Book-Messe Deutschlands und schwierig, sich das konkret vorzustellen.

Einige Informationen findet man bei den Netzpiloten.

Veröffentlicht unter Berlin, Buchbranche, Digitalisiert